Ausstellungen in Stendal
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26.01.2012
lung im Winckelmann-Museum Stendal
Die Artemis von Pompeji -
und die Entdeckung der...
Sonderausstellung im Winckelmann-Museum Stendal
Die Artemis von Pompejiund die Entdeckung der Farbigkeit griechischer Plastik
Im Zentrum der Ausstellung steht eine farbig gefasste Marmorstatue aus Pompeji, heute im
Archäologischen Nationalmuseum Neapel, einer Statue aus der frühen römischen Kaiserzeit,
die ein griechisches Werk der Spätarchaik um 480 v. Chr. nachbildet. Diese Statue einer Artemis wurde 1760 in Pompeji ausgegraben, zwei Jahre später hat Winckelmann sie im Museum in Portici 1762 gesehen und untersucht.
Winckelmann hatte die Farbreste an der Marmorplastik genau beobachtet und detailliert
beschrieben. Dass Marmorplastik in der Antike farbig war, hatte er durch Erwähnungen der
antiken Schriftsteller bereits festgestellt. Die Artemisstatue hatte er aber aufgrund des "archaischen" Lächelns, das er noch nicht einordnen konnte, für etruskisch gehalten. Erst Münzen
aus den griechischen Kolonien, etwa aus Syrakus, ließen Winckelmann erkennen, dass es sich
bei dem Lächeln um ein spezifisches Merkmal der frühen griechischen Kunst handelte. Damit war für ihn der Weg frei, die Artemis als wichtigster erhaltener Beleg für die Farbigkeit
griechischer Marmorplastik zu erkennen. Sehr anschaulich legt der Leibniz-Preisträger Prof.
Dr. Oliver Primavesi (München) Winckelmanns wissenschaftliche Arbeitsweise und seinen
Erkenntnisgewinn bei der Untersuchung der Artemis dar. Ermöglichst wurde dies durch bis
vor kurzem unveröffentlichte Manuskripte Winckelmanns, die die von der Winckelmann-Gesellschaft und der Mainzer Akademie der Wissenschaften herausgegebene historisch-kritische
Winckelmann-Ausgabe (bisher sind 12 Bände erschienen) veröffentlicht wurden.
Der Artemis aus Pompeji steht eine zweite Artemis in Stendal gegenüber, an der die originale Farbigkeit rekonstruiert wurde. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen und
Ergebnisse ihrer Farbigkeit werden im Katalog ausführlich von Dr. Ulrike Koch-Brinkmann
beschrieben. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Farbrekonstruktionen bedeutender griechischer Werke, die in jüngster Zeit von den Team um Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann
(Frankfurt a.M.) dank computergesteuerter Ausformungen möglich wurden. Dazu zählt etwa
die Farbrekonstruktion der archaischen Mädchenstatue aus Chios, die im Akropolismuseum
Athen aufbewahrt wird. Auch sie wird in der Ausstellung im Winckelmann-Museum erstmals
der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Artemis von Pompeji und die Entdeckung der Farbigkeit
griechischer Plastik
Katalog einer Ausstellung im Winckelmann-Museum vom 2. Dezember 2011 bis 18. März 2012
Hrsg. im Auftrag der Winckelmann-Gesellschaft von Max Kunze.
Mit Beiträgen von Oliver Primavesi, Vinzenz Brinkmann, Ulrike-
Koch Brinkmann und Heinrich Piening.
2011, Verlag Franz Philipp Rutzen, Ruhpolding und Mainz, Harrassowitz Verlag ISBN 3-447-06664-4 EAN: 9783447066648 und
Winckelmann-Gesellschaft Stendal, 96 Seiten mit 74 Farb- und
Schwarzweißabbildungen.
In der Ausstellung: 15,00 Euro, im Buchhandel 30,00 Euro.
Termin
Datum: 26.01.2012
Uhrzeit:
Uhrzeit:
Veranstaltungsort
Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36/37
39576 Stendal, Hansestadt
Telefon: 03931 - 215226
Winckelmannstraße 36/37
39576 Stendal, Hansestadt
Telefon: 03931 - 215226
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