2007

Altmark-Zeitung 14.12.2007

Wer ein Gedicht aufsagen oder ein Lied vortragen konnte, bekam auch etwas vom Weihnachtsmann.
Ein Triumvirat eröffnete mit dem Anschieben der Pyramide den Markt: Bergältester Roberto Richter, OB Klaus Schmolz und Weihnachtsmann Hartmut Thomas. Fotos (2): Pusch

"Glück auf!" und „Schieb an!"
Weihnachtsmarkt vom Oberbürgermeister eröffnet / Pyramide aus dem Erzgebirge neuer Blickfang

Von Thomas Pusch
STENDAL. Der Weihnachtsmarkt 2007 wurde gestern von Oberbürgermeister Klaus Schmotz eröffnet. Diesmal hatte er dabei Unterstützung nicht nur vom Weihnachtsmann, sondern auch von zwei Gästen aus dem Erzgebirge. Sie waren am Bau der über fünf Meter hohen Pyramide beteiligt, die erstmals den Markt verziert.
Ungewohnte Klänge schallten gestern Nachmittag über den Marktplatz. „Glück auf", war da zu hören und „Schieb an!"
Stendal möchte zwar den Titel einer Hansestadt haben, eine Bergmannstadt ist allerdings nicht geplant.
Der Grund waren vielmehr Gäste aus dem Erzgebirge, die gestern zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes gekommen waren. Ein „Erzgebirgler" war nicht zu übersehen: die 5,12 Meter hohe Pyramide am Roland. Entstanden ist sie zunächst im Kopf von Matthias Rochlitzer, der bereits am Mittwoch angereist war, um den Transport der Pyramideneinzelteile und den Aufbau des Kunstwerkes zu verfolgen.
Mitgebracht hatte er einen Bergmann, genauer gesagt einen Bergältesten, der mit bürgerlichem Namen Roberto Richter heißt und auch an der Entstehung der Pyramide beteiligt war.
So riefen sie also den Bergmannsgruß aus und bereicherten den Eröffnungsrahmen, zu dem natürlich wiederum Oberbürgermeister Klaus Schmotz und der Weihnachtsmann, in dessen Kostüm Hartmut Thomas steckte, gehörten. Mit dem Anschieben der Pyramide schließlich eröffneten die beiden den Markt. Und das Unikat ist auch schon vom OB als sein Lieblingsleil des Weihnachtsmarktes entdeckt worden. „Eine Pyramide gehört einfach zu Weihnachten", sagte er. Nun auch zum Stendaler Weihnachtsmarkt, denn sie ist - ebenso wie der Schwibbogen am Rathaus - Eigentum der Stadt.
Noch bis zum kommenden Sonntag, 16. Dezember, können Stendaler und Gäste sehen, ob auch für sie das Kunstwerk aus dem Erzgebirge oder etwas Anderes das Schönste am Markt ist. Der ist heute und am morgigen Sonnabend von 10 bis 20 Uhr, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zu den Highlights zählen sicherlich die täglichen Besuche des Weihnachtsmannes um 15 Uhr, die Ausstellung erzgebirgischen Kunsthandwerkes im Rathaus und die zahlreichen Konzerte auf der
Bühne. Am Sonnabend wird ab 14.30 Uhr der größte Weihnachtsstollen der Altmark vom Rotary-Club präsentiert und dann für den guten Zweck verkauft. Auch in der Marienkirche gibt es ein Programm mit Weihnachtscafé, Turmführungen und Musik.

Altmark-Zeitung 04.12.2007

Christopher und Yvonne dürfen als Teil des gestrigen Schmückkommandos mit Feuerwehr-Frau Marina Heinath zeitweilig über Stendals Marktplatz schweben. Foto: Mahrhold

Abenteurer als Deko-Paten ganz ohne Angsthasen
Feuerwehr, Helen-Keller-Schule und SWG schmücken 15-Meter-Tanne auf Marktplatz

STENDAL (tje). Als dicke Regenwolken gestern früh wie aus Gießkannen Unerwünscht-Nässe aufs Rolandstadt-Gebiet prasseln lassen, liegen sowohl in der Förderschule „Helen Keller" als auch im Büro von Ines Ziesmann-Ogorreck die Nerven blank. Die Sprecherin der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) hat Schüler der Unter- und Mittelstufe für eine dankbare Vormittagsbeschäftigung an frischer Luft gewinnen können, schließlich lockt auf dem Marktplatz seit Freitag der Advent in besonders prächtiger Form.
Wie im Vorjahr stellt Stendals Großvermieter Baum-De-ko zur Verfügung und holt sich fürs kreative „Gebammel" Schmuck-Paten ins Boot. 27 Mädchen und Jungen aus den Klassen U I, U II, U III und M I bevölkern den Platz rund um
die 15-Meter-Tanne. Es rumort die Drehleiter der Stendaler Freiwilligen Feuerwehr, in dessen Korb sich Marina Heinath begibt, allerdings nicht ohne zwei kindliche Helfer an ihrer Seite und reichlich XXL-Baumanhänger in den Händen. So „fliegen" Kugeln, Schleifen, Geschenke und Glitzer-Taler in die Höhe, während die Runde am Boden genauestens beobachtet, was oben passiert.
Ein Teil des Schmucks haben die „Keller"-Kinder selbst gebastelt. Das passierte, wie die SWG-Sprecherin der AZ erklärt, teils „im klassen- und stufenübergreifenden Unterricht". Und genau so war es auch gestern Vormittag, als jüngere und ältere Schüler gemeinsam eine äußerst dankbare Aufgabe mit etwas Abenteuer lösen durften.