Ausstellung: Aufruhr & Umgestaltung - Auf reformatorischen Spuren in Stendal

Erstellt von Matthias Neumann | |   Altmärkisches Museum

Ausstellung vom 12. Mai bis 31. Dezember 2017 im Altmärkischen Museum

Am 31.10.1517 leitete Martin Luther mit seinem legendären Thesenanschlag an die Schlosskirche von Wittenberg die Reformation ein. Auch wenn er sich nie in Stendal aufgehalten hat, so bestimmt doch sein Wirken nachhaltig die Geschicke der Stadt. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 500. Jubiläumsjahr lädt das Altmärkische Museum vom 12. Mai bis 31. Dezember 2017 mit der Ausstellung „Aufruhr & Umbruch“ zu einem Rundgang ein, der in die Zeit der Reformation nach Stendal führt.

In den Ausstellungsräumen wird anhand ausgewählter Themen, Objekte und Schriftstücke ein Einblick in wesentliche Aspekte aus Luthers Leben und Lehre, vor allem in die unmittelbaren Auswirkungen und weitreichenden Folgen der Reformation für Stendal gegeben. Dabei wird ein weiter Bogen von den Anfängen 1517 bis in die Zeit um 1740 geschlagen.

Einführend in das Thema wird die Person Martin Luthers, dessen Sorge um das Seelenheil und Kirchenkritik, aber auch die Positionen seiner Widersacher und Befürworter behandelt. Es folgen die Ereignisse und Entwicklung in Stendal im Zuge der Reformation. Im Mittelpunkt steht mit dem innerstädtischen Aufruhr von 1530 um den Franziskanermönch Kokenbekker das Übergreifen der lutherischen Lehren auf die Stadt, der Beitrag des Buchdrucks, der Bildpropaganda und des Schulwesens zur Verbreitung und Festigung des Protestantismus und schließlich die Umgestaltung der kirchlichen Institutionen gemäß der neuen Kirchenordnung durch Konrad Cordatus ab 1540. Der letzte Raum beschäftigt sich mit dem Streit um den „wahren“ Glauben, der im 30-jährigen Krieg eskaliert, den Stendaler Bürgern Leid, Zerstörung und Tod aber auch die Einsicht eines toleranten Miteinanders der christlichen Konfessionen brachte. 

Zurück